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Sascha Wischnewski
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Aus "Von Mopelmarv und Wanderkrümel"

Da ich schon immer viel Spaß an Geschichten hatte und immer noch nicht richtig erwachsen bin, versuche ich mich auch als Autor. Was liegt da näher als sich an einem Kinderbuch zu versuchen? Titel: "Von Mopelmarv und Wanderkrümel"

Inzwischen habe ich das Buch beendet und bin dabei die Illustrationen zu erstellen. Gleichzeitig liegt das fertige Manuskript einigen Bekannten mit Nachwuchs vor. Schließlich möchte ich ja auch wissen was die "Hauptzielgruppe" von meinen Geschichten hält. Eine kleine Leseprobe gefällig?


Der Thor-Mücken-Reim


Eine kleine Mücke
fliegt durch eine Lücke.

Fliegt vorbei am Festtagsschmaus
und vorbei an Saus und Braus,
gradewegs zum kleinen Thor.
Piekst ihm ganz frech in sein Ohr.

Weh getan hat dieser Stich,
der kleine Thor ist außer sich.
Drum nimmt er seinen Hammer
und wirft ihn durch die Kammer.

Trifft Papa-Thor am Hinterkopf,
sein Löffel landet prompt im Topf.
Spritzt Mama-Thor mit Suppe voll.
Das findet Mama gar nicht toll.

So nimmt sie sich dann voller Zorn
den eig’nen Sohnemann auf’s Korn.
Hinter Thor rennt Mama her,
Scheucht durchs Haus ihn, kreuz und quer.

Papa-Thor, noch ganz benommen,
sieht nur vage und verschwommen.
Auf dem Weg zur Tür hinaus
stolpert er und rutscht gar aus.

Prallt gegen die Küchenwand,
die unverhofft im Wege stand.
Prompt gibt es ’nen Riesenkrach
und übrig bleibt nur noch das Dach.

Drum die Moral von der Geschicht’
„ Nach Mücken wirf mit Hämmern nicht…!“





Von Mopelmarv


Eene meene Mopelmarv,
von Mopelmarv war’n großer Graf.

Lebte in ’nem schönen Schloss,
ritt auf einem weißen Ross.

Reich war er, der Mopelmarv,
wie ein Graf nur reich sein darf.

Hatte Wälder, weite Wiesen
und ein Bad mit goldnen Fliesen.

Doch es fehlte noch zum Glück
dem Mopelmarv sein Gegenstück.

Wollte nicht alleine sein.
Eine Braut, das wäre fein!

Doch bis er die Richt’ge fand,
suchte er im ganzen Land.

Schließlich, auf 'ner grünen Wiese,
erblickte er die Mopeliese.

Den Grafen hätt’s fast umgehau’n,
so niedlich war sie anzuschau’n.

Auch sie war außer Rand und Band.
So bat er sie um ihre Hand.

Ein Jahr später, wie bestellt,
kam Mopelmaxe auf die Welt.

Jetzt lebt er in des Vaters Schloss
und hat sein eig’nes kleines Ross.